Ich bin ich und großartig – Warum Vergleiche Quatsch sind

„Ich hatte schon Anfang Dezember alle Weihnachtsgeschenke zusammen.“ SCHLUCK! „Natürlich mache ich jeden Tag Sport.“ SCHLUCK! „Ich esse gar keine Schokolade mehr.“ SCHLUCK! Wenn andere Menschen uns erzählen, was sie so alles machen und schon geschafft haben in ihrem Leben, müssen wir manchmal zwei Mal schlucken. Es gibt scheinbar Frauen, die mühelos 569 Bälle gleichzeitig jonglieren, die perfekt in allem sind. Wunderschön, erfolgreich im Job, tolle Mütter, super klug und (besonders gemein!) auch noch warmherzig und witzig dazu. Da schleicht sich dann manchmal bei uns die Frage ein: „Warum bin ich nicht so? Wieso schaffe ich das nicht?“ Die schlechten Gefühle bekommen wir frei Haus mitgeliefert.

Seit wir Kinder sind vergleichen wir uns andauernd und ständig mit anderen. Früher ging es um Noten oder Platzierungen bei den Bundesjugendspielen. Heute schielen wir darauf, ob unsere Mitmenschen erfolgreicher, schöner oder entspannter sind als wir. Sind sie uns „unterlegen“, fühlen wir uns gut. Für einen Moment. Bis zum nächsten Vergleich. Sind wir die Verlierer, sieht das ganz anders aus… Beenden tun wir diesen niemals enden wollenden Wettbewerb dann gerne mit der strengen Aufforderung an uns selbst: „Das muss anders werden. Ich muss etwas aus mir machen!“ Die traurigen Fragen dahinter: Wenn ich erst etwas aus mir machen muss, bin ich dann etwa noch nichts? Oder bin ich etwas, aber etwas, das nicht ausreicht? Aber wofür eigentlich ausreicht? Um in der Gesellschaft mit einem wohlwollenden Kopfnicken anerkannt zu sein? Um in der Kantine neidische Blicke auf Grund der hart antrainierten 36er-Figur zu ernten? Um den anderen Super-Müttern beim Kindergartenfest den selbstgebackenen Kuchen präsentieren zu können, den wir schlaftrunken um 5Uhr morgens in den Ofen geschoben haben, weil wir uns vor den Blicken auf einen gekauften Kuchen fürchteten? Ist es das wirklich wert?

Nein! Natürlich nicht! Es ist totaler Quatsch, sich ständig mit anderen zu vergleichen. Weil es uns Nerven raubt, uns belastet und zu nichts führt außer Dauer-Stress und dem Gefühl, nie genug zu sein. Natürlich können wir uns von anderen Menschen inspirieren lassen. Von ihrem Mut, ihrer Herzenswärme, ihrer Empathie oder ihrer Lebensfreude. Das kann ungemein beflügeln. Aber wir sollten folgenden Satz stets im Hinterkopf behalten: „Ich bin ich. Und das ist gut so.“ Denn es wird immer, immer, immer irgendwo auf dieser schönen Welt Menschen geben, die „besser“ sind als wir. Die mehr Geld haben, tollere Klamotten, längere Beine, die bessere Figur, den höher dotierten Job, das schönere Haus, den aufmerksameren Mann. Was auch immer. Niemals werden wir es schaffen, in allem das Optimum zu haben und zu sein. Stattdessen werden wir durch unsere ständigen Vergleiche im Dauer-Unzufrieden-Modus versauern, uns als Versager fühlen und „Mittelmaß“ wird auf unserer Stirn stehen.

Und all diese negativen Gedanken und Gefühle fügen wir uns selbst zu. Wir allein machen uns zum Mittelmaß, putzen uns runter und kriechen unter dem Teppich, statt hoch erhobenen Hauptes durch die Welt zu ziehen und anzuerkennen, welch wunderbare Menschen wir sind. Höchste Zeit also für einen Perspektivwechsel! Höre auf perfekt sein zu wollen. Lass die Vergleiche mit anderen sein. Schiele nicht auf den Weg, den Deine Mitmenschen gehen, sondern geh Deinen eigenen. Du bist einzigartig! Und das möchtest Du hoffentlich auch bleiben. Denn Kopien sind langweilig, Originale großartig! Pick Dir heraus, was Dich inspiriert, sei stolz auf Deinen Weg und freu Dich über Erreichtes. Gönne auch anderen, was sie für sich schaffen. Entscheidend ist nicht, was Deine Mitmenschen hinbekommen, sondern was Du aus Deinen Talenten machst. Es gibt also nur eine Person, mit der wir uns vergleichen sollten: mit uns selbst.

Auf einen entspannten, vergleichsfreien Tag!

Eure Nina von http://www.coaching-with-love.de

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