Durchstarten: Warum „JETZT“ das neue „Später“ ist

Da ist es nun, das neue Jahr. Wie ein leeres Notizbuch mit lauter blanken Seiten liegt es vor uns. Alles kann noch sein, alles kann noch werden. Wir haben den Stift in der Hand und können jede der Seiten gestalten. Da sitzen wir nun mit all unseren guten Vorsätzen für 2017. Was habt Ihr Euch vorgenommen um 0 Uhr letzte Nacht? Endlich das Single-Dasein beenden? Eine ehrlichere Beziehung führen? Menschen verlassen, die Euch nicht gut tun? Öfter bei den besten Freunden anrufen, oder seltener sinnlos im Internet surfen? Mehr Sport treiben oder weniger Schokolade essen? Ordentlicher werden? Endlich den Job kündigen, der Euch schon seit Monaten nicht mehr erfüllt?

In den ersten Stunden dieses Jahres sind wir meist hochmotiviert. Wir stecken voller Pläne und To-Do-Listen, voller Energie und Antriebskraft. Doch irgendwie passiert jedes Jahr das Selbe: nichts. Die Beziehung erscheint uns plötzlich doch nicht mehr als ganz so schlimm, als dass wir ausbrechen wollen, der Job ist immerhin sicher oder gut bezahlt, auch wenn er uns nicht glücklich macht, für Yoga und Selbstreflexion bleibt im Alltag doch keine Zeit. Und schon zieht unser allerliebstes Ausrede-Wort wieder an seinen vorgewärmten Platz in unserem Wortschatz ein: „Später“. Alles machen wir dann später. Die Liebe leben, nach der wir uns sehnen. Unseren Traum-Job finden. Endlich auf die Reise gehen, die wir schon hundert Mal im Kopf durchgeplant haben, ausprobieren, wovon wir schon seit Jahren sagen: „Das würde ich auch gerne mal machen“, uns neu erfinden. Alles später.

Warum nicht „JETZT“? Na klar, weil irgendetwas immer dagegen spricht. Es ist zu riskant. Zu viele Fragezeichen. Wir haben Angst. Schlicht und ergreifend Angst. Davor, was unsere Mitmenschen zu unseren Entscheidungen sagen könnten. Davor, dass wir scheitern könnten. Davor, dass wir in finanzielle Schwierigkeiten kommen. Davor allein zu sein. Davor, den „falschen“ Weg gewählt zu haben.   Und so bleiben wir wo wie sind und wer wir sind, werden unzufrieden, weil Ungelöstes uns nun Mal blockiert und warten – genau, auf „später“.

Doch wann genau soll dieser „Herr Später“ eigentlich eintreffen? An jenem fernen Tag, an dem wir glauben, dass alles perfekt passt? Dass wir mit absoluter Sicherheit wissen: Es kann nichts passieren, alles wird optimal laufen? Die schlechte Nachricht zum Start dieses wunderbaren neuen Jahres ist: Dieser Tag wird nicht kommen. Weil das Morgen immer mindestens eine unbekannte Konstante hat, weil es absolute Sicherheit im Leben nicht gibt. Die gute Nachricht ist: Ihr könnt trotzdem los starten. Und zwar JETZT! Sofort. Hier und heute. Schreibt auf, wovon Ihr träumt, was Ihr gerne in Eurem Leben hättet. Und dann notiert daneben, was Euch zurück hält. Wovor fürchtet Ihr Euch? Macht Euch klar: Es ist vollkommen in Ordnung, Angst vor Veränderung zu haben. Weil unser Instinkt uns über Jahrtausende gelehrt hat, Bekanntes sei gut, Unbekanntes gefährlich. Doch im Unbekannten liegen auch all die wunderbaren Möglichkeiten auf eine positive Entwicklung. schaut Euch Eure Ängste an, formuliert möglichst klar, was Euch Gänsehaut und Kopfzerbrechen bereitet. Suhlt Euch richtig darin und formuliert den „worst case“. Was kann im allerschlimmsten Fall schief laufen? Wenn alles so richtig in die Hose geht? Und, wie furchtbar wäre das wirklich? Ist dann Euer Leben vorbei? Geht’s dann wirklich nicht mehr weiter? Oder ist all das vielleicht doch nicht so schlimm, gäbe es weitere Kreuzungen, neue Wege, die Ihr ausprobieren könntet?

Ich hatte totale Angst, als ich vor Jahren meine Festanstellung gekündigt und meine Wohnung aufgegeben habe, um mich selbständig zu machen und von Hamburg in die Berge zu ziehen. Gruselige Vorstellungen hatte ich in meinem Kopf! Von leeren Konten und einsamen Abenden ohne meine Freunde. Oder als ich letztes Jahr einfach alle Auftraggeber vertröstet habe, um sechs Monate um die Welt zu reisen. Wahnsinn, oder? Als Selbständige! Total verrückt! Aber mein Herz hat ganz klar gefunkt, dass es Zeit zum Aufbruch ist. Und so fügte sich alles. Mir wurde immer bewusster, dass das Leben keine Generalprobe ist. Dass ich diesen Tag, an dem „später“ Gegenwart werden könnte, vielleicht nie erleben werde. Dass ich nicht mehr darauf warten will, dass sich etwas verändert. Dass andere Menschen mein Leben verändern. Ich wollte mein Leben in die Hand nehmen und gestalten. Und das mache ich nun. Jeden Tag ein Stückchen mehr. Weil „JETZT“ das neue „später“ ist und jeder Tag zählt.

Euch ein wundervolles, gesundes, energiegeladenes und mutiges 2017. Macht es zu Eurem Jahr! Wir machen uns gerne mit Euch auf den Weg.

Herzlichst – Eure Nina von http://www.coaching-with-love.de

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