Ich liebe das Leben und das Leben liebt mich. Oder: Wie Deine Einstellung Deinen Alltag verändert.

Ich weiß gar nicht, wann ich diesen Satz zum ersten Mal in meinem Leben gesagt, geschrieben oder gedacht habe. Aber irgendwie ist er zu meinem Begleiter geworden. Und zwar nicht nur in den hellen Stunden, sondern gerade in den Momenten, in denen es mir mies ging. Nach der Trennung, kurz vor meiner geplanten Hochzeit. Im größten Stress in einem Job, den ich nicht mehr machen wollte, aus dem ich aber kein Entkommen sah. Sich einsam fühlend, hunderte Kilometer entfernt von den besten Freunden. „Ich liebe das Leben und das Leben liebt mich.“ Wenn alles gut läuft, ist es so einfach, das zu sagen. Aber wenn die Achterbahn des Lebens gerade mal eine Talfahrt einläutet? Wie soll man sich dann vom Leben geliebt fühlen, es gar zurück lieben? Hat es dann nicht eher einen kräftigen Tritt in den Hintern, wildes Beschimpfen und pure Enttäuschung verdient, dieses mein Leben?

Nein, hat es nicht. Denn irgendwann fiel bei mir der Groschen: Das Leben ist schlicht nur das Leben. Nicht mehr und nicht weniger. Es ist nicht gemein zu mir, nicht hinterhältig, nicht unfair. Vielleicht kennt Ihr auch all diese vermeintlichen Wahrheiten, die wir tagein, tagaus zu hören bekommen: „Im Leben hat man es nicht leicht“, „Das Leben ist kein Ponyhof“, „Im Leben bekommt man nichts geschenkt“. Viel zu schnell nicken wir zustimmend, wenn uns jemand achtlos diese Sätze runterbetet. Doch das gefährliche ist: Diese Sätze stehen für eine Einstellung zum Leben. Und mit jedem dieser Sätze erschaffen wir uns genau so ein Leben. Ein schweres, das kein Ponyhof ist und in dem man schon gar nichts geschenkt bekommt. Doch: Das Leben ist schlicht das Leben. Aber unsere Einstellung zu all den Dingen, die wir erleben, verändert unseren Alltag. Probiere es aus! Was spürst Du zum Beispiel, wenn Du denkst: „Das Leben liebt mich“? Oder „Das Leben ist schön und voller Leichtigkeit“? Fühlt sich das nicht viel positiver, energiegeladener, besser an?

Natürlich bin auch ich damals, vor dem Scherbenhaufen einer zerbrochenen Beziehung, nicht jubelnd durch die Wohnung (aus der ich noch dazu bald darauf ausziehen musste), getanzt und habe frohlockt „Das Leben ist schön“. Im Gegenteil! Ich habe geheult, gezweifelt, gefürchtet, gewütet. Und das ist gut so. Diese Gefühle brauchten und brauchen Platz. Aber was mich damals und immer wieder durch jede Krise getragen hat, ist das Vertrauen, das hinter dem Satz „Ich liebe das Leben und das Leben liebt mich“ steckt. Es ist das Vertrauen darauf, dass es weiter geht. Dass nach dem dunklen Tal wieder ein grüner Hügel voller Sonnenschein auf mich wartet. Dass es eben kein ungerechtes Leben gibt, das gemein zu mir sein will. Das Leben ist das Leben. Es ist neutral.  Die Frage ist, was ich daraus mache. Ob ich in dem dunklen Tal ausharren und mich bedauern will, oder ob ich wieder auf einem grünen Hügel stehen will.

Überprüfe, welche Glaubenssätze über das Leben, über Dein Leben, Du so in Deinem Kopf mit Dir herumschleppst. Fühlst Du Dich oft unfair behandelt? Geht es allen anderen immer besser als Dir? Würdest Du gerne hundert Dinge ändern, stolperst aber immer wieder über ein „Aber“? Dann frage Dich mal, wie Du Dich als Leben fühlen würdest, wenn Dir jemand mit so viel negativer Energie begegnet… Mit solch negativen Gedanken schwächst Du Dich nur selbst. Du konzentrierst Dich auf Dinge, die Du nicht beeinflussen kannst, statt sie als Chance, als Herausforderung, als Lernprozess zu sehen und für Dich zu nutzen. Es heißt, die Seele nimmt die Farbe Deiner Gedanken an. Soll die wirklich trüb und schwarz sein? Wohl kaum! Nicht in jeder Situation lässt es sich sofort umsetzen, aber mit etwas Übung immer leichter: Entscheide Dich für Vertrauen, Zuversicht und Zufriedenheit. Werde Dir bewusst, dass Du alleine entscheidest, welche Energie Dein Leben hat. Ob es voller Mangel ist, oder reich und glücklich. Lass Dich ein auf die Gegenwart und das, was Du gerade erlebst. Und dann liebe das Leben und lass Dich von ihm lieben. Das fühlt sich nämlich ziemlich gut an…

Herzlichst – Deine Nina von http://www.coaching-with-love.de

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