Finde Deine eigenen Antworten: Warum Ratschläge Mist sind

Okay, ich gebe zu, der Titel unseres heutigen Blog-Beitrags ist provokant. Und natürlich soll es nicht bedeuten, dass wir durch die Welt laufen und allen, die uns gut gemeinte Ratschläge und Tipps geben wollen, ein Stop-Schild vor die Nase halten sollen, auf dem steht: „Interessiert mich nicht!“ Ich will Euch erklären, was ich damit meine…

Herdplatten sind heiß. Davon sollte man die Finger lassen, will man nicht fiese Verbrennungen und Schmerzen kassieren. Das lernen wir schon als ganz kleine Kinder von unseren Eltern. Ein kostbarer Hinweis, vielen Dank dafür! Doch unsere Eltern, Lehrer, Trainer, Onkel und Tanten und Großeltern geben uns noch viel mehr mit. Sie packen schon vor unserer Geburt einen Rucksack mit Vorstellungen, Weltansichten, Ängsten und Warnungen für uns, den wir bereits in den ersten Minuten auf dieser Erde aufgesetzt bekommen.

Wir dürfen davon ausgehen, dass all dies aus Liebe geschieht. Dass jeder Ratschlag „Das macht man nicht“, „Das ist nicht gut für Dich“, „Das wirst Du nicht schaffen“ aus den besten Absichten heraus gegeben wird. Einzig: Er ist nicht immer gut für uns. Die ersten Jahre, Jahrzehnte unseres Lebens nehmen wir all dies auf, beherzigen Tipps und machen die Glaubenssätze anderer zu den unseren. Wir machen es uns gemütlich in unserer Welt, gehen Kompromisse ein, vermeiden Veränderungen. Doch irgendwann – so glauben wir zumindest – kommt bei jedem Menschen der Punkt, an dem er realisiert, dass so manches von dem, was wir in unserem Hirn rumtragen, nicht aus unserem Herzen kommt. Es stammt gar nicht von uns. Es ist das Erbe unserer Vorfahren.

Ich denke da an die Mutter einer Bekannten, die all ihre negativen Erfahrungen, die sie mit Männern gemacht hat, an ihre Tochter weitergab. Sie müsse vorsichtig sein, Männer seien alle unzuverlässig, untreu und verlogen. Manchmal waren es nur latente Hinweise, manchmal ganze Hassreden, die sie über die Jahre an ihre Tochter weitergab. Natürlich mit der Intention, ihr geliebtes Kind vor all den Schmerzen zu bewahren, die sie selbst in ihren Beziehungen erlebt hatte. Doch das funktioniert nicht! Wir müssen selbst unsere Erfahrungen machen. Wir müssen unsere eigenen Antworten finden auf die Fragen, die unser Leben uns stellt. Nur so finden wir zu einer Wahrheit, die unsere ist.

Der Weg dahin ist leider ziemlich ungemütlich. Denn wer seine eigenen Antworten finden will, muss sich zunächst von den „Vorsagern“ trennen. Wir müssen das Gespräch mit jenen suchen, die uns ihre Erfahrungen als einzige Wahrheit vermitteln wollen, uns bedanken für ihr Wohlwollen und klar stellen, dass wir ab jetzt eigene Erfahrungen sammeln wollen. Dass wir die Welt selbst erleben, erfühlen, sehen, schmecken und riechen wollen. Dabei werden wir auf die Nase fallen, natürlich. Es wird Momente geben, die Enttäuschung mit sich bringen. Aber es wird auch diese Aha-Momente geben, in denen wir merken: „Da habe ich mich all die Jahre umsonst vor gefürchtet!“ Oder „Dazu bin ich ja doch in der Lage, ich kann das!“ Was Du dafür tun musst, um dorthin zu kommen: Übernimm die komplette Verantwortung für Dich. Es ist Dein Leben. Schiebe nichts auf „das Schicksal“ oder Gott, auf Deine Familie, Deinen Chef oder eine andere Instanz, die es vermeintlich nicht gut mit Dir meint und verhindert, dass Du glücklich bist. Wachse an den Stolpersteinen, die auf Deinem Weg liegen und nutze sie als Sprungschanze. Der Witz ist, dass uns immer alle Welt erzählt, wir dürften keine Fehler machen. Totaler Quatsch! Fehler sind unvermeidbar, wenn man einen aktiven, neugierig dem Leben zugewandten Alltag führt. Und noch dazu sind sie großartig! Denn sie liefern uns eben genau das, was uns zu einer Persönlichkeit in Balance werden lässt: Antworten. Unsere eigenen Antworten.

Herzlichst – Eure Nina von http://www.coaching-with-love.de

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