Zeit für mich! Wie wichtig es ist, sich Zeit für sich selbst zu nehmen…

Ich stehe jeden Morgen um 5 Uhr auf. Gut, zugegeben nicht unbedingt, weil ich um diese Uhrzeit aufstehen möchte. Es liegt eher daran, dass ich zu den Menschen gehöre, die mit sehr wenig Schlaf auskommen. Aber auch daran, dass ich über sehr viele Jahre immer um diese Zeit aufstehen musste und meine „innere Uhr“ dies noch immer nicht gelöscht hat. Eine Zeitlang empfand ich das als „nervig“, aber mittlerweile habe ich verstanden, diese Zeit sinnvoll zu nutzen. Nämlich einfach für mich selbst.

Morgens zwischen 4:30 und 5:30 Uhr ist – meiner Meinung nach – die schönste Zeit des Tages. Zu keiner Zeit ist die Luft so klar und rein wie in dieser Stunde. Und es sind so wenige Menschen um diese Uhrzeit unterwegs, dass man einfach mal der Stille zuhören kann. Und jede Jahreszeit bringt ihren eigenen Charme mit sich.

So habe ich mir es zum Ritual gemacht, diese wertvolle „Morgenstunde“ zu einem Moment nur für mich zu gestalten. Jetzt im Frühling ist es zwar noch dunkel um diese Zeit, aber die Vögel sind schon hellwach und schenken ein Konzert, das kein menschliches Orchester schöner gestalten könnte. Und das noch in einer viel schöneren Kulisse als dem Opernhaus, nämlich einfach mitten in den Bergen in der freien Natur. Ich sitze auf meinem Balkon und höre dem Gesang zu und versuche dabei, einfach nur zu entspannen und meinen Gedanken freien Lauf zu lassen.

Im Sommer dagegen bin ich sehr aktiv um diese Zeit. Denn da ist es trotz Dämmerung schon sehr viel heller und man kann diese Tageszeit nutzen, um zum Beispiel Sport zu treiben. Am liebsten schwimme ich morgens im See. Nämlich dann, wenn außer mir niemand dort ist. Auch hier habe ich Zeit nur für mich selbst und kann beobachten, wie die Natur mit mir in den Tag startet. Diese Frische, wenn man aus dem Wasser steigt, ist unbeschreiblich schön. Und es gibt für mich nichts, was mich fitter, vitaler und frischer in den Tag starten lässt, als das morgendliche Eintauchen in einen See, an dem zu späterer Stunde die Sonne hinter den Bergen hervorkommt und auf das Wasser glitzert.

Der Herbst dagegen lockt mich oft zu einem Spaziergang aus dem Haus. An guten Tagen auch mal zu einem Lauftraining. Und selbst dann, wenn es mal ungemütlich, regnerisch und windig ist, finde ich Zeit für mich, um meine Gedanken neu zu sortieren.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man jeden Tag unbedingt Zeit für sich haben sollte. Und wenn es nur ein Moment ist, in dem man sich die Frage stellt: „Bin ich noch auf meinem Weg? Bin ich noch ich selbst?“ Diese Fragen sind schnell beantwortet, aber man muss Zeit finden, sie sich überhaupt erst mal zu stellen…

Umgeben von unserer Familie, von unseren Freunden oder unserem Partner, werden wir doch immer wieder beeinflusst. Das muss nicht unbedingt negativ sein. Auch ein wunderbarer Partner, der uns bereichert an positiver Energie, uns unterstützt und uns liebt, so wie wir sind, kann uns dennoch in eine Richtung beeinflussen, in die wir vielleicht gar nicht gehen möchten.

Im Winter, wenn der schöne Schnee auf den Gipfeln der Berge sitzt, schaffe ich es meistens nicht aus dem Haus. Ich verweile dann am liebsten mit einer Tasse Kakao auf meinem Balkon. Eingemummelt in eine kuschelige, warme Decke, mit meinem Kater auf dem Schoß versuche ich meinen Atem in der Dunkelheit zu verfolgen und die oft noch vielen Sterne der klaren Nächte am Himmel zu beobachten.

Es mag für den ein oder anderen sicher schwierig sein, um diese Zeit aufzustehen. Aber wenn man mal die Schönheit der Natur um diese Uhrzeit entdeckt hat, freut man sich jeden Morgen auf diese unbeschreiblich schönen Momente. Und die Vitalität, die man für den ganzen Tag daraus zieht, lässt einen fast schon süchtig danach werden, es jeden Tag zu tun.

Probiert es doch einfach mal aus. Und wenn die Morgenstunde nicht Euer Ritual wird, dann findet Ihr bestimmt ein anderes für Euch passendes. Hauptsache Ihr nehmt Euch Zeit für Euch!

Herzliche Grüße

Eure Jenni von http://www.coaching-with-love.de

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