Hör auf, ein willenloses Opfer zu sein!

Zugegeben, der Titel meines heutigen Blog-Beitrags klingt ziemlich harsch. Aber tatsächlich verdient er mindestens ein Ausrufezeichen. Denn immer wieder erleben wir bei unserer Arbeit als Coach, aber auch privat im Freundes- und Familienkreis, das Menschen in die totale Opferrolle fallen. Sie machen andere Menschen verantwortlich für den Zustand ihres Lebens. Kennst Du das auch? Denkst – und fühlst – Du manchmal, dass andere Schuld daran sind, dass Du leidest, dass Du unglücklich, erfolglos oder mittellos bist? Machst Du den Chef, die Kollegen, die Firma, den Partner, die Eltern, die Freunde, die Regierung oder allgemein „die da oben“ verantwortlich dafür, wie Du Dich hier und heute fühlst?

Damit machst Du es Dir verdammt einfach! Und gleichzeitig richtig, richtig schwer. Denn Du verkennst, dass Du es bist, die/der durch – meist unbewusste – Gedanken, Gefühle und Handlungen Deine ganz eigene Realität erschaffst. Du suhlst Dich in der Opferrolle: „Ich kann ja nichts machen, die anderen sind Schuld!“ Du hast Dich längst auf den Beifahrersitz begeben und lässt andere darüber entscheiden, wohin die Reise Deines Lebens geht. Doch wenn Du einem anderen Menschen oder einer Gruppe von Menschen Verantwortung für Deinen Zustand, für Deine Glückseligkeit gibst, dann begibst Du Dich selbst in ein Gefühl der Ohnmacht. Du bist handlungsunfähig, die Macht haben die anderen. Du kannst maximal noch darauf reagieren. Aber ändern? Ändern kannst Du natürlich nichts. Aus diesem Gefühl der Ohnmacht wächst allerdings nicht Entspannung und Gleichgültigkeit, sondern in den meisten Fällen Trauer oder Wut. Du wirst immer frustrierter, weil Du Dich fremdgesteuert fühlst.

Diese passive Haltung des „Ich lasse mich lenken und andere entscheiden“, kennen wir aus unserer Kindheit. Da – und tatsächlich nur da – machte sie Sinn. Denn als kleine Kinder waren wir abhängig von unseren Eltern. Doch heute bist Du ein erwachsener Mensch. Mit all Deinen Erfahrungen, Stärken, Schwächen, Wünschen, Sehnsüchten, Deinem Potenzial, den Ecken und Kanten. Heute bist Du in der Lage, für Dich zu entscheiden. Es ist nicht das Leben, das Dich um Chancen betrogen hat. Es ist auch nicht der Chef, der Dir glückliche Momente stiehlt. Du selbst hast diesen passiven Zustand in Deinen Gedanken, Gefühlen und Handlungen erzeugt.

Erst wenn Du Dir bewusst wirst, dass Du es bist, die auf dem Fahrersitz hockt, kannst Du Dich aus dieser Opferrolle befreien. Erkenne, dass Du alleine Dein Leben gestalten kannst, wie Du es Dir vorstellst. Du musst nicht ausharren, wo Du bist, wenn es Dir dort nicht gut geht. Du musst nicht in dem Job bleiben, wenn Du unter dem Chef oder dem Betriebsklima leidest. Du musst nicht das Übergewicht mit Dir rumtragen, das Dich einschränkt. Du musst nicht bei dem Partner bleiben, den Du schon längst nicht mehr liebst. Du musst nicht an dem Ort wohnen, der Dich nicht erfüllt. „Aber so einfach ist das ja nicht“, höre ich viele Kundinnen empört sagen. „Ich habe ja Verpflichtungen.“ Die Kinder, die Eltern oder Großeltern, die Hypothek, das gemeinsame Haus – was auch immer es sein mag. Schon wieder übergeben sie die Verantwortung an jemand anderen oder an „die Umstände“. Und belügen sich dabei selbst. Natürlich ist es oft nicht einfach, den Ist-Zustand zu verändern. Hat ja auch keiner behauptet. Aber es nicht tun, bloß weil es Anstrengung, Mut, Kreativität, vielleicht auch schmerzhafte Abschiede bedeutet, bevor daraus ein neues Glück wächst, ist ein selbst gewähltes Schicksal. Das Schicksal eines Opfers.

Erlaube Dir mehr! Erlaube Dir, Schöpfer Deines Lebens, eines schönen, eines guten Lebens zu sein. Mach Schluss mit der Opferrolle! Nimm „denen da oben“, dem Partner, den Eltern, dem Chef oder wer auch immer Dich scheinbar bestimmt, den Schlüssel aus der Hand und setze Dich wieder selbst hinter das Lenkrad. Und dann gib Gas! Fahr dahin, wo Du sein möchtest. Und wenn Du Starthilfe benötigst – wir sind gerne für Dich da.

Eine gute Fahrt!
Herzlichst – Nina von www.coaching-with-love.de

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