Offline.

Kennst Du das auch, dass Du morgens aufwachst und als Erstes Dein Handy in die Hand nimmst? Es gibt ja schon wieder so viel online zu entdecken: Du schaust Dir Urlaubsfotos von Freunden auf Facebook an, beobachtest dies und das auf Instagram oder lässt Dich auch gerne mal bei Pinterest inspirieren. Aber das ist ja leider noch nicht alles. Du schaust Dir auch noch die neuesten Nachrichten auf Deiner Lieblings-Zeitungs-App an, beobachtest den Klatsch und Tratsch auf Gala oder Bunte, liest die neueste Mode im Fashion-Blog und nicht zu vergessen, die wichtigste App auf dem Handy: WhatsApp! Schon fast eine Standleitung zu sämtlichen Freunden, Kollegen, Partnern, Eltern, Familie, Geschwistern und und und…

…und wenn da die Einzelchats ja schon alles wären. Nein, es gibt noch die Gruppen-Chats aus der Yoga-Gruppe, mit den neuesten Termininfos. Die Familien-Gruppe mit aktuellen Bildern Deiner Nichte oder Deines Neffen oder/und einfach Spaß-Gruppen wo man sich permanent blöde Videos von YouTube sendet. Und das alles ist nur ein kleiner Auszug aus der Wirklichkeit.

Brauchen wir das wirklich? Müssen wir uns ständig via Handy austauschen, updaten, Fragen stellen, Antworten geben und noch viel schlimmer: Menschen beobachten wann und wie oft sie online sind? Ist das nicht krank? Ja, ist es!

Das dauerhafte Online-Sein macht uns tatsächlich krank. Wir sitzen bei der Arbeit und versuchen uns darauf zu konzentrieren, da sehen wir im Augenwinkel schon wieder eine WhatsApp-Nachricht auf dem Handy ankommen. Neugierig wie wir sind, schauen wir gleich nach. Natürlich heimlich, ohne dass es der Chef oder die Kollegen bemerken. Gelesen und somit abgelenkt, versuchen wir uns wieder auf die Arbeit zu konzentrieren. Ein paar Minuten später, schon wieder eine Nachricht, die wir selbstverständlich gleich lesen und umgehend beantworten. Den Blick noch aufs Handy, sehen wir im Augenwinkel auf unserem Arbeitscomputer eine neue Email eingehen. Und die Gedanken sind wieder bei der Arbeit. Da kommt schon wieder eine Push-Nachricht auf mein Handy, mit irgendeiner Neuigkeit…

…nach der Arbeit sitzen wir im Auto und hören während des Fahrens noch einige Sprachnachrichten an, die im Laufe des Tages unseren Whatsapp-Account erreicht haben. Diese werden natürlich auch umgehend beantwortet. Da klingelt das Handy und selbstverständlich wird auch dieser Anruf sofort angenommen…

Und dann gibt es auch noch die Situationen mit unseren Freunden im Café. Wir sind doch nur noch selten wirklich aktive Zuhörer, sind kaum noch im wirklichen Moment und unterhalten uns mit unseren Freunden. Sondern stattdessen bleiben wir mit all den anderen Freunden virtuell in Verbindung.

Merkst Du nicht auch, was für ein Energieräuber das ist? Dieses ständige Gedanken-hin-und-her? Auch wenn es körperlich nicht wirklich anstrengend ist, auf diese vielen Nachrichten zu reagieren, so ist es mental eine enorme Belastung für unseren Geist. Wir benötigen regelmäßig Ruhe und Erholung, sowohl für unseren Körper als auch mental. Und das bekommen wir nicht, wenn wir zu Beginn des Tages schon das blöde Handy in der Hand haben und uns von Informationen überfluten lassen. Und dann auch noch den ganzen Tag damit vollgemüllt werden, um am Abend im Bett neben unserem Handy einzuschlafen.

Es ist nicht die körperliche Arbeit, die in unserer Gesellschaft mehr geworden ist, es ist der Druck, mehr zu erreichen und vor allem die Überflutung mit Informationen durch zu viele Kommunikationsmittel. Auch wenn es technisch wunderbar ist, dass wir so fortschrittlich und modern miteinander kommunizieren können, so sollten wir auch hier überlegen, was ist wirklich wichtig und was überhaupt nicht.

Ich kann Euch nur von ganzem Herzen empfehlen: Geht regelmäßig offline und lasst Eure Gedanken öfter mal wieder frei. Löst Euch von dem (vermeintlichen) Erwartungsdruck anderer, ständig erreichbar sein zu müssen und in kürzester Zeit auf Nachrichten reagieren zu müssen. Ihr werdet sehen, wie viel Kraft und Energie Euch das gibt und wie unwichtig plötzlich Themen werden, die noch vor wenigen Stunden oberste Priorität hatten. Und solltest Du Hilfe dabei benötigen, wieder zu Dir und Deiner Ruhe zu finden, so sind Nina und ich gerne für Dich da!

Herzliche Grüße

Eure Jenni von http://www.coaching-with-love.de

P.S. Jetzt bin ich auch erst mal wieder offline und genieße das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s