Erlaube Dir, anders zu sein. Erlaube Dir, glücklich zu sein.

Ein gemütlicher Sonntagnachmittag, vier Freundinnen hocken beim Kaffeetrinken zusammen. „Habt Ihr schon gehört“, sagt die eine. „Elena, die früher mit uns zur Schule gegangen ist, hat von einem Tag auf den nächsten ihren Mann verlassen, hat ihren Job hingeworfen und will nun durch die Weltgeschichte reisen.“ Entsetzte Blicke aus der Runde. „Was? Ist die verrückt?“ „Wie egoistisch und brutal, das kann man doch nicht machen.“ „Und überhaupt, wovon will sie denn leben?“ Die nächsten 45 Minuten wird das Leben von Elena, mit der sich ja keine der Anwesenden in den letzten 15 Jahren länger als 3 Minuten beim zufälligen Treffen im Supermarkt unterhalten hat, durchgekaut. Ihre Entscheidungen, ihre Lieblosigkeit, ihre Spinnereien.

Kennst Du solche Unterhaltungen? Führst Du sie manchmal vielleicht sogar selbst? Steigst – oft ziemlich unbewusst – mit ein, in eine solche Be- und Verurteilung? Bestimmt, denn es fühlt sich doppelt gut an. Zum einen, weil wir mit den Menschen, mit denen wir gerade reden, einer Meinung sind. Wir werden zu einer Masse, wir gehören dazu, sind akzeptiert und fühlen uns aufgehoben. Zum anderen begutachten die meisten von uns schlicht lieber die Taten, Gedanken und Gefühle anderer Menschen, als die eigenen.

Was passiert aber nun, wenn eine der Freundinnen sagt: „Echt? Das finde ich super mutig von ihr. Sie war doch schon seit Jahren unglücklich mit ihrem Partner und ihrem Job. Und von einer Weltreise hat sie schon nach dem Abi geträumt. Ich finde das klasse, wie sie jetzt ihr Leben in die Hand nimmt.“ Ruhe. Mit ziemlicher Sicherheit herrscht dann erst Mal Ruhe am Tisch.

Dieses ist nur ein kleines Beispiel dafür, dass wir viel zu oft voller Unbewusstheit mit der Masse schwimmen, statt unsere eigenen Meinungen und Gefühle zu hinterfragen und zu äußern. Wir jammern, weil alle anderen auch jammern. Wir klagen über das Wetter, den Job, die Lebensbedingungen in Deutschland, die hohen Mieten, die ständigen Elternabende. Wir nicken heftig, wenn es darum geht, über das „schwere, ungerechte Leben“ zu klagen, das scheinbar alle anderen immer bevorzugt. Wir be- und verurteilen unsere Mitmenschen, ob wir sie kennen oder nicht, den ganzen Tag lang. Wir geben anderen die Schuld für unseren Frust, für unser Leben, in dem wir nicht glücklich sind.

Doch was wäre, wenn Du Dir erlauben würdest, anders zu sein. Wenn Du genau überprüfen würdest, welches DEINE Meinungen, Wünsche und Gefühle sind. Wie siehst Du das Leben? Wie empfindest Du Deinen ganz persönlichen Alltag? Und was, wenn Du Dir erlauben würdest, von jetzt an Verantwortung für das Gestern, das Heute und das Morgen zu übernehmen? Und wenn Du Dich dazu entschließen würdest, nicht mehr mit der Masse einzustimmen, sondern zufrieden zu sein, nicht mehr zu jammern, nicht mehr andere zu beschuldigen? Ich sage Dir, was dann passiert: Das fühlt sich erst Mal ziemlich großartig an! Ich habe selber vor einigen Jahren damit begonnen, vom Außen mehr ins Innen zu gehen. Weniger darauf zu geben, was die anderen Menschen tun und denken. Zu respektieren, wie andere ihr Leben leben, mich auch inspirieren zu lassen, aber stets bei mir zu bleiben. Ich habe akzeptiert, dass nicht alle meine Mitmenschen verstehen oder gut finden, was ich mache. Dass es manche seltsam finden, dass ich meist gut gelaunt bin und dem Leben mit all seinen Aufs und Abs neugierig-positiv gegenüberstehe. Dass ich nicht mehr mitspiele beim „Uns geht es so schlecht in diesem Land, in diesem Leben und alle anderen tragen die Schuld“-Stück. Sondern dass ich sage: „Dein Leben. Wenn es Dir nicht passt, verändere etwas.“

Erwarte jedoch nicht, dass die anderen Dich dafür mögen, wenn Du so durchs Leben gehst. Dass sie Beifall klatschen für Deine Individualität. Bestenfalls sagen sie: „Hach, so mutig wäre ich ja auch gerne, aber…“. Oder es kommen gerne die „Als wenn das alles so einfach wäre“-Einwände, ein zusätzliches Kopfschütteln soll meine Naivität kommentieren. Ich weiß mittlerweile: Viele Menschen wollen einfach (noch) gar nicht aus dieser Klage-Triade, aus dem unbewussten Leben, aus dem Gelenkt-Werden aussteigen. Sie haben es sich dort – trotz aller Leiden – gemütlich gemacht. Etwas zu verändern, anders zu sein als der Rest? Das erscheint ihnen viel schwieriger, als endlich zu sagen „Ich lebe mein Leben bewusst. Ich gestalte es ab heute selbst. Ich erkenne Menschen in ihrer Andersartigkeit an und ich erlaube mir selbst, anders zu sein.“

Dabei ist es genau das, was uns frei und glücklich macht. Uns bewusst zu fragen, was wir wollen und was für ein Mensch wir sein möchten. Und es dann ebenso bewusst zu leben. Viel Freude beim Anderssein!

Herzliche Grüße, Deine Nina von http://www.coaching-with-love.de

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