Ich entscheide für mich! Über das glückliche Leben im Fahrersitz

Sicher kennt Ihr das auch – von einer Freundin, einem Kollegen oder von Euch selbst. Meist beginnen diese Dialoge mit der Frage: „Und, wie läuft es bei Dir so?“ Sie werden fortgesetzt mit einer 2 – 20-minüten Abhandlung über den desolaten Ist-Zustand, an dem wahlweise Chef, Partner, Kollegen, Kinder, Freunde, das Schicksal oder die Umstände Schuld tragen, und enden fast immer mit Worten wie: „Eigentlich würde ich gerne, aber ich kann ja nicht.“ Und so wird weiter gelebt in diesem eigentlich als so unerträglich empfundenen Zustand. Bis der nächste nach unserem Empfinden fragt und wir wieder los werden dürfen, wo der Schuh drückt.

Kennst Du das? Warum ist es offensichtlich so, dass wir Missstände zwar offensichtlich wahrnehmen, dann aber all unsere Energie in Ausreden stecken, warum wir sie nicht abschaffen können, statt in Lösungsideen? Warum geben wir ständig anderen Menschen die Zügel in die Hand und lassen sie über unser Leben, über unser Wohlempfinden entscheiden? Warum geben wir dem Chef die Macht, uns schlaflose Nächte zu bereiten? Warum darf der Partner uns unser liebstes Hobby oder die Kaffeekränzchen mit unseren Mädels verbieten oder zumindest madig machen? Warum dürfen die deutlich den Windeln entwachsenen Kinder unsere Freizeitgestaltung bestimmen? Und warum überlassen wir so vieles „dem Schicksal“, das es scheinbar „so gewollt hat“? Schlicht und ergreifend: Weil es einfacher ist. Gemütlicher und unkomplizierter. Es sorgt für weniger Ärger und miese Stimmung in unserem Umfeld und es kostet uns keine Sympathien. Wir können uns zurücklehnen, die Hände im Schoß falten und sagen: „Ich kann da leider gar nichts gegen tun.“  Dafür haben die meisten Mitmenschen Verständnis, nicken, schimpfen mit uns gemeinsam auf „die bösen anderen“ und das „fiese Leben“. Und damit ist die Sache wieder vom Tisch. Aber Erfüllung bringt Dir das nicht.

Wenn wir als Babys auf die Welt kommen, sind wir wie eine große, leere Schale. Wir starten quasi als weißes Blatt. Doch schon bald rauschen durch den Trichter nicht nur Informationen und Sinneseindrücke, sondern auch Weltanschauungen, Ängste, Lebenseinstellungen in uns rein. Und das sind nicht die unseren, sondern jene von unseren Eltern, vielleicht auch von Großeltern. Wir übernehmen ihre Sicht aufs Leben. Und natürlich bleibt uns in dem Alter auch nichts anderes übrig. Wir können ja selbst noch nicht viel. Schon gar nicht reflektieren, abwägen, protestieren. Wir saugen alles auf wie ein Schwamm und speichern es in uns. Doch früher oder später in unserem Leben kommt die Zeit, in der wir hier und da anecken. Uns unwohl fühlen. Spüren, da passt etwas nicht mehr. Das ist der Augenblick, in dem Du Deine Glaubenssätze auf den Prüfstand stellen solltest. Sind es wirklich Deine Gedanken und Einstellungen? Fühlst wirklich Du im tiefen Herzen so? Oder hast Du Worte, Taten und Strukturen von Deinen Eltern übernommen?  Mache Dir frei davon und erlaube Dir, selber zu fühlen, zu denken, einzuschätzen und DEINE Einstellung zum Leben zu entwickeln. Werde wieder zum Handelnden. Lass nicht andere für Dich entscheiden, sondern übernimm die Verantwortung für Dich und Dein Glück. Und zwar jeden Tag. Ja, das fühlt sich anfangs ungewohnt an. Klar, ist ja auch wieder etwas Neues, Ungewohntes. Ein Leben, außerhalb der vertrauten Komfortzone. Aber sei mutig! Lass Dich nicht von anderen ablenken, die nicht verstehen, warum Du plötzlich „so anders drauf“ bist. Auch viele von ihnen leben das Leben eines anderen, ein unfreies Leben. Kein Wunder also, dass die meisten es merkwürdig oder beängstigend finden, wenn Du plötzlich aus der Reihe tanzt. Aber lass Dir gesagt sein: Das wird der beste Tanz Deines Lebens! Viel Freude dabei.

Herzliche Grüße – Nina von http://www.coaching-with-love.de

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